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 Betreff des Beitrags: Insektenarten, die oft mit Hummeln verwechselt werden !!!
BeitragVerfasst: 27. Jan. 2010, 14:01 
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Pelzbienen : Anthophora plumipes, Hummeln, die keine sind.
– „Vorsicht Verwechslungsgefahr“ !!!



Artenname: „Gemeine“ oder „Frühlings-Pelzbiene“ (Anthophora plumipes, Pallas 1772)

Synonyme: Anthophora acervorum auct. (Linnaeus 1758); Anthophora pilipes (Fabricius 1775).




Ich kann die Uhr danach stellen, kommen doch im zeitigem Frühjahr Bekannte und Leute aus der Nachbarschaft zu mir und berichten, dass sie in ihrem Garten schon Hummeln gesehen haben. Doch dann stellt sich meistens heraus, dass sie die solitär lebenden Pelzbienen (Anthophora plumipes) mit den Hummeln verwechselt haben. Öfters werden Pelzbienen für Hummeln gehalten. Durch ihr behaartes Aussehen ist durchaus eine gewissen Ähnlichkeit mit Hummeln gegeben. Es handelt sich hierbei jedoch um eine völlig eigene Art. Der Anfänger verwechselt leicht Pelzbienen mit der ähnlich braun gefärbten Ackerhummel, doch die solitären Bienen sind deutlich kleiner als Hummelköniginnen. Wer sich etwas eingesehen hat, der wird auch feststellen, dass das Flugverhalten von Hummeln und Pelzbienen sehr unterschiedlich ist. Das Flugverhalten unterscheidet sich jedoch deutlich von dem der „dicken Brummer“ und ist sehr interessant zu beobachten. Obwohl man es ihnen eigentlich nicht so recht zutrauen möchte, fliegen Pelzbienen bemerkenswert rasant schnell und unterbrechen den Flug immer wieder abrupt durch kurze Schwebephasen und Drehungen, der oft von hohen Flugtönen begleitet ist, nur ihre Geschwindigkeit lässt Zweifel an der Hummelthese aufkommen. Was zunächst chaotisch wirken mag, ist tatsächlich Teil einer durchaus zweckmäßigen Futterplatz-Flugbahn, die immer wieder abgeflogen wird. Die Männchen durchfliegen dieselbe geschlossene Runde immer nur in einer Richtung – mit oder gegen den Uhrzeigersinn – und behalten dies für Wochen bei.
Pelzbienen sammeln schon frühmorgens und noch spät abends, wenn es noch oder schon kühl ist und sie die Konkurrenz nur durch Hummeln haben. Der Grund dafür ist ihre Fähigkeit, wie die Hummeln ihre Körpertemperatur vor dem Abflug durch Muskelzittern rasch über die der Umgebungstemperatur hinaus zu erhöhen. Unsere Frühlings-Pelzbiene zeichnet sich durch eine außerordentliche lange Zunge (Rüssellänge von 19 – 21 mm ) aus, die genauso lang ist wie ihr Körper, denen sie Hummeln bezüglich ihrer Rüssellänge gleichen, typische Frühlingsbiene. Pelzbienen können daher auch tiefer liegende und verborgene Blütennektarien erreichen. Nach dem Saugen klappen diese Tiere den Rüssel wie ein Taschenmesser zusammen und verstauen ihn in einer Rille auf der Kopfunterseite.



Aussehen - Kennzeichen - Merkmale

Von hummelartiger Gestalt. Körperlänge: 14 – 16 mm. Behaarung lang und dicht, beim Männchen graubraun, beim Weibchen ebenfalls graubraun oder schwarz, die Sammelbürste an den Hinterbeinen aber fast immer rostrot. Kopf- und Hinterleibsende mehr oder weniger dunkel behaart. Verteilung der beiden Farbvarianten der Weibchen unterschiedlich; an manchen Fundorten findet man nur schwarze, an anderen nur braune, es können aber auch beide Varianten gemischt auftreten. Bei der dunklen Form ist der gesamte Körper bis auf die rostrote Beinbürste schwarz behaart. Tiere der dunklen Form können im Gelände nicht von der seltenen A. retusa unterschieden werden. Männchen stets mit gelb oder weiß geflecktem Gesicht und mit stark verlängerten Mittelbeinen, auf den ersten vier Tarsengliedern deren Fußglieder hinten sehr lange schwarze Haarfransen tragen; am ersten und letzten Fußglied außerdem schwarze Haarpinsel, unverwechselbar.



Flugzeit – Phänologie

In einer Generation im Jahr, März bis Juni, mit Schwerpunkt im April und Mai. Die Männchen erscheinen bis zu drei Wochen früher als die Weibchen. Überwinterung in der Brutzelle als fertig entwickelte Biene.



Lebensraum – Vorkommen – Nistplätze

Das Vorkommen der Art wird weitgehend durch das Angebot an geeigneten Nistplätzen bestimmt. An allen sonnigen, offenen und trockenen Stellen mit geeigneten Nistplätzen, an lehmigen Böschungen und an steilwandigen Flussufern. Die Nistplätze sind Steilwände und Abbruchkanten z.B. an Hohlwegen, Weinberge mit Trockenmauern, Sand-, Lehm-, und Kiesgruben. Außerdem im Siedlungsbereich an lehmverputzten Wänden alter Häuser, Scheunen und Ställe (aber ohne Farbanstrich), mit Kalkmörtel oder mit Lehm verfugtem Mauerwerk alter Gebäude. Gelegentlich werden Nester auch im Inneren von Gebäuden (z.B. in offenen Schuppen) angelegt. Pelzbienen sind oft weit entfernt von ihren Niststätten beim Blütenbesuch (z.B. in Wäldern). Nistplätze und Nahrungsraum sind stets räumlich getrennt und liegen bisweilen 100 m und mehr auseinander.



Verbreitung


In Mitteleuropa weit verbreitet und fast überall ziemlich häufig, häufigste heimische Pelzbienen. In Deutschland in allen Bundesländern, von der Ebene bis in mittleren Gebirgslagen. Im Gebiet keine Verbreitungsgrenze.



Nistweise und Brutgeschäft

Nistplätze sind vorwiegend Steilwände, Abbruchkanten und lehmverfugte Gemäuer, trockene vegetationsfreie ebene Bodenstellen werden jedoch gleichfalls genutzt. In Steilwänden verlaufen die Niströhren horizontal, in ebenem Boden vertikal nach unten. Pelzbienen nisten bisweilen in kleinen aber auch in großen Kolonien. Solitäre Nistweise. Nester in selbstgegrabenen Hohlräumen in der Erde, sowohl auch in Steilwänden aus Lehm oder Löß, als auch in lehmverputzten Mauerwerk. An warmen April-Tagen suchen die Weibchen die vorjährigen Nistwände oder -flächen auf und graben sich in Löchern und Rissen weiter in den Lehm hinein. Pelzbienen weichen die Erde beim Graben mit Wasser auf, das sie an nahegelegenen Wasserstellen mit den Rüssel aufnehmen. An sonnigen und trockenen Stellen im Bodenbereich ragt gelegentlich der Eingang des Nestes mehrere Millimeter turmförmig aus dem Boden heraus. Die Brutzellen liegen meist nur in 3 – 5 cm Tiefe, bisweilen sind die bleistiftdicken Gänge auch mal bis zu 10 cm lang. Oft liegen 2 – 3 sich verzweigende Gänge hinter dem Nesteingang. Die Wände der Brutzellen und der waagrechte Gang werden sorgfältig mit einem lehm-tonhaltigen Brei bzw. Mörtel gebaut und mit Schleim sorgsam geglättet. Die Anordnung der länglich-eiförmigen Brutzellen ist linear oder unregelmäßig, von denen mehrere hintereinander angeordnet sein können. Die Innenwände werden mit einem pergamentartigen weißen Sekret ausgekleidet. Das Ergebnis ist eine wachsartige Beschichtung. Der Larvenproviant ist nicht wie sonst bei Bodennistern üblich zu einer Kugel geformt, sondern in der unteren Hälfte der Brutzelle aufgehäuft. Das Gemisch aus Pollen und Nektar ist innerhalb der Zellen unterschiedlich zusammengesetzt. Der Nahrungsbrei besteht aus zwei Komponenten, die sich mehr oder weniger miteinander mischen. Der untere (bzw. hinteren) Teil ist ziemlich fest und besteht vorwiegend aus Pollen, enthält also wenig Nektar dem eine gewisse Menge beigemischt ist. Im oberen Teil (darüber) befindet sich der flüssige Bestandteil, der nur kleine Mengen Pollen enthält, so dass das Ei und später die junge Larve zunächst auf einem dünnflüssigen Futtersaft schwimmt. Die Larven spinnen keinen Kokon. Gelegentlich wird vor der äußersten Brutzelle eine rudimentäre, mit wenig Pollen und Nektar versehene, aber nicht mit einem Ei belegte „Täuschzelle“ gebaut, die möglicherweise Brutparasiten zur Eiablage verleiten soll. Das fertige Nest wird am Ende mit einem meist etwas nach innen versetzten Pfropfen aus Erde bzw. Lehm verschlossen. Überwinterung in der Brutzelle als fertig entwickelte Biene.

Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Pelzbienen

http://www.paul-westrich.de/Profile/anth_plumipes.php

http://www.wildbienen.de/wbarten.htm




Ähnliche Arten

Sehr ähnlich, auch in Nistweise, ist die seltenere Anthophora retusa (Linnaeus, 1758). Die Behaarung ist bei dieser etwas kürzer, mit angedeuteten, helleren Binden an den Segmenträndern, die Sammelbürste des Weibchen gelbbraun. Nester befinden sich in der Erde und Steilwänden, in selbst gegrabenen Höhlen.
Vier mitteleuropäische Pelzbienen-Arten, die durch breite und scharf abgesetzte, helle Haarbinden am Ende der Hinterleibstergite und das Fehlen von Haftlappen zwischen den Klauen ausgezeichnet sind, werden gelegentlich von Anthophora abgetrennt und in die Gattung Amegilla gestellt. 20 Arten im deutschsprachigem Gebiet, davon 13 in Deutschland, 15 Österreich, 19 Schweiz. Bei den einheimischen Arten schwankt die Größe zwischen 8 bis 18 mm.

Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Pelzbienen



Kuckucksbienen – Brutparasiten

Pelzbienen sind Wirte von den Kuckucksbienen der Gattung Melecta. Die einzige und regelmäßig anzutreffende Art ist Melecta albifrons (Gemeine Trauerbiene). Diese häufige Trauerbiene hat es in ihrer taxonomischen Karriere auf gleich drei wissenschaftlichen Artennamen gebracht, das Art-Epitheton M. albifrons (Forster 1771) ist der korrekte, ehemals genannte Artennamen waren M. armata (Panzer 1799) und M. punctata (Fabricius 1775). Als Kuckucksbiene ist sie ohne Pollensammelapparat. Körperlänge 12 bis 16 mm. Thorax ziemlich dicht braun behaart. Hinterleib nach hinten etwas zugespitzt, seitlich mit dreieckigen, weißlich- gelbgrauen Haarflecken. Beide Geschlechter schwer zu unterscheiden (Weibchen mit 12, Männchen mit 13 Fühlergliedern). Erscheint mit ihren Wirten von März bis Juni. An den Nistplätzen der Pelzbienen ist sie oft in großer Zahl zu beobachten. Man sieht die Weibchen der Trauerbiene dabei von Zeit zu Zeit in den Pelzbienennestern verschwinden, gelegentlich kommt es bei der Rückkehr der Wirtbienen zu kämpferischen Auseinandersetzungen. Die Eiablage findet offenbar erst unmittelbar nach Verschließen der Brutzelle statt, indem die Trauerbiene den Zellendeckel mit ihrem zugespitzten Hinterleibsende durchbohrt und diese anschließend wieder zu verschließen. Das Melecta-Ei ist später nämlich an der Unterseite des Zellendeckels zu finden, während das Wirtsbienenei auf dem Nahrungsvorrat schwimmt. Wie bei anderen Kuckucksbienen dürfte die Melecta-Larve nach dem Schlüpfen zunächst das Wirtsei bzw. die Junglarve abtöten und sich dann über den Nahrungsvorrat hermachen. Die Überwinterung erfolgt wie bei der Wirtbiene als fertig entwickelte Biene in der Brutzelle.

Link zum Kuckuck:

http://www.paul-westrich.de/Profile/mel ... ifrons.php


Als Brutparasit ist ein Käfer der Schmalflügeliger Pelzbienen-Ölkäfer (Sitaris muralis) zu nennen.


Blütenbesuch und Trachtpflanzen

Ausgesprochen polylektische, insgesamt 10 Pflanzenfamilien besuchende Art (nach Westrich 1990). Die Gewöhnliche Pelzbiene ist eine der ersten Frühjahrsbienen und sucht vor allem Nektar und Pollen an Weidenkätzchen. Bei der Frühlings-Pelzbiene erreicht die Zunge Körperlänge. Der Rüssel von A. plumipes und mehrerer weiterer mitteleuropäischer Pelzbienen-Arten ist dicht mit starken Borsten bestanden, mit deren Hilfe der Pollen aus engröhrigen Blüten von Borretschgewächsen (Boraginaceae) und Primelgewächsen (Primulaceae) herausgekratzt wird. Zusätzlich werden Lippenblütler (Limiaceae), Schmetterlingsblütler (Fabaceae) und Raublattgewächse sowie Vertreter mehrerer weiterer Pflanzenfamilien als Nahrungsquellen genutzt. Pollentransporteinrichtung : Haarbürste auf Hinterschiene und –ferse. Bei den Weibchen sind die Schienen und das erste Fußglied der Hinterbeine mit einer starken Haarbürste zum Pollensammeln ausgerüstet.

Wichtige Blütenpflanzen

Krokus – besonders der weiße Krokus
Wildtulpen, Blaustern, Traubenhyazinthe
Weiße – Rote – Gefleckte – Taubnessel
Fester und Hohler Lerchensporn
Wald und Wiesen-Schlüsselblume
Alle Beinwell-Sorten
Sonnenröschen – Katzenminze – Kriechender Günsel – Lungenkraut
Berberitze – Sauerdorn
Blutrote Zierjohannisbeere – Zierquitte – Gewöhnliche Mahonie
Seidelbast – Schneeheide
Alle Weiden-Arten
Alle Obstbaum-Sorten und Obstgehölze bzw. Beerensträucher



Gefährdung und Schutz
Diese Pelzbienen-Art ist nach wie vor weit verbreitet und die häufigste im deutschsprachigen Raum. Durch den Abbruch alter Gebäude, durch neue Bauweise sowie die Beseitigung von Trockenmauern und Steilwänden erleidet sie allerdings immer wieder Verluste. An günstigen Nistplätzen ist es früher zur Ansiedlung zahlreicher Bienen dieser Art gekommen, so das der Boden bzw. die Wand dann während der Nistzeit über und über mit den Löchern verziert waren. Ein solcher Anblick gehört aber, zumindest in Mitteleuropa, längst der Vergangenheit an. Möglicherweise wurde sie in früheren Zeiten durch die andersartige Bauweise (mit Lehm verfugte Mauern) in den klimatisch begünstigten Ortskernen stark gefördert. Heute dagegen wäre sie weitgehend auf Steilwandstrukturen im Kulturland angewiesen, wo es aber durch Intensivierung der Nutzung und möglicherweise an geeigneten Nahrungspflanzen mangelt. Außerhalb des Siedlungsbereich ist die Sicherung alter Abbaustellen für Zwecke des Naturschutzes die wichtigste Schutzmaßnahme. In den Gruben sind sonnenexponierte Steilwände zu erhalten und zu schaffen. Im Hausgarten lässt sie sich in Lehmkästen ansiedeln.



Nisthilfen, - Lehmziegelmauer – Mini-Steilwand

Geeignete Brutstätten kann man auch mit dem Aufbau einer Lehmziegelwand in Anlehnung an Gebäude herrichten: an einer nach Süden oder Südosten gelegenen Gebäudewand führt man vom Boden her eine bis zu 60 cm hohe Grundmauer aus harten Ziegelsteinen auf, die mit Zementmörtel verbunden werden, um ein Aufsteigen der Erdfeuchtigkeit zu verhindern. Darüber mauert man mit Lehm einfache Lehmziegel (sog. Kluten) und schützt die Mauer von oben mit einem Ziegel- und Rohrdach, das nach vorn übersteht. Diese bereits an eine Lehmwand erinnernde Nisthilfe wurde schon im Jahre 1908 von dem bekannten Entomologen H. Friese zu Beobachtungszwecken errichtet. Steht nur wenig Raum zur Verfügung, leistet auch eine Mini-Steilwand gute Dienste: Holzkisten (30 x 30 x 15 cm) oder Eternitblumenkästen werden mit feuchten Lehm gefüllt. In den noch feuchten Lehm können mit Bleistiften oder Bohrer zahlreiche Brutröhren (Durchmesser: 3 – 8 mm, nicht tiefer als 2 bis 3 cm, Abstand: mehr als 2 cm ) eingedrückt oder gebohrt werden. Mehr oder weniger breite Risse, die möglicherweise beim Trocknen entstehen, können ebenfalls als Nistplätze dienen und sollten nicht zugeschmiert werden. Die dunklen Löcher üben eine magische Anziehungskraft auf grabende Wildbienen-Arten aus. Diese sollen nämlich angelockt werden, hineinkriechen und am Ende mit dem Graben ihres eigenen Nestganges beginnen. Wer die Arbeit für den Bau einer größeren Lehmwand scheut, kann nicht zuletzt einfache Hohlblocksteine aufeinander schichten und die nach vorn weisenden Öffnungen werden mit Lehm gefüllt.

Hier sind verschiedene Bauanleitungen: Nisthilfen aus Lehm

http://www.paul-westrich.de/artenschutz/nistm05.php

http://www.wildbienen.de/wbschutz.htm





Quellenangaben:


Faszination Wildbienen: www.paul-westrich.de

Alles über Wildbienen: www.wildbienen.de


Helmut Hintermeier
Artenschutz in Unterrichtbeispielen
Informationen – Arbeitsblätter – Folienvorlagen
Teil 2
Schmetterlinge – Honigbienen – Hummeln – Wildbienen – Wespen – Hornissen – Schwebfliegen – Marienkäfer – Biologische Schädlingsabwehr
Auer Verlag GmbH
ISBN: 3-403-02799-6


Andreas Müller – Albert Krebs – Felix Amiet
Bienen
Mitteleuropäische Gattungen, Lebensweise, Beobachtung
Natur Buch Verlag
ISBN: 3-89440-241-5


Heiko Bellmann
Kosmos Naturführer
Hautflügler Mitteleuropas: Bienen, Wespen, Ameisen
Franckh-Kosmos Verlag-GmbH
ISBN: 3-440-06932-X


Dr. Franz Geier
Wildbienen: Wehrhafte Blumenkinder
Landbuch-Verlag GmbH
ISBN:3-7842-0376-0



Gruß Karsten Grotstück


Zuletzt geändert von Karsten Grotstück am 21. Feb. 2010, 04:06, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Holzbienen - Xylocopa
BeitragVerfasst: 20. Feb. 2010, 11:38 
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Holzbienen

Xylocopa

Drei Arten im Gebiet (D: 2; A: 3; CH: 3).

Mit 14 - 28 mm Körperlänge. Hummelartige, schwarz behaarte Bienen, die durch ihre Größe und die blauschwarzen Flügel mit keiner anderen Bienengattung verwechselt werden können. Auf den ersten Blick kann man diese mit einer Hummel verwechseln. Entfernte Ähnlichkeit besitzt einzig das Weibchen von Megachile parietina, das jedoch durch das Vorhandensein einer Bauchbürste leicht unterschieden werden kann. Xylocopa iris läßt sich bereits im Feld zuverlässig ansprechen, während X. valga und X. violacea ( Blaue Holzbiene ) im Gelände nur im Männlichen Geschlecht auseinandergehalten werden können.

Bestimmungsliteratur: Schmiedeknecht (1930); Scheuchl (1995).

Flugzeit: April bis August. Gleich wie bei Ceratina können die einzelnen Arten während eines Großteils des Sommerhalbjahres als Imagines angetroffen werden. Männchen und Weibchen schlüpfen bereits im Lauf des Sommers aus den Brutzellen und überwintern einzeln oder in kleinen Gruppen in Holzgängen, Mauerspalten, selbstgegrabenen Erdlöchern oder in den Geburtsnestern. Die Paarung findet erst nach dem Verlassen der Winterverstecke im Frühling statt, die nachfolgenden Nistaktivitäten ziehen sich bis weit in den Sommer hinein.

Eine Generation im Jahr.

Selbstgenagte Nester im Totholz (X. violaceae, X. valga) oder in markhaltigen, dürren Pflanzenstengeln (X. iris).

Die Brutzellen, welche durch Zwischenwände aus mit Speichel verklebten Holzspänen bzw. Markpartikeln getrennt sind, liegen linienförmig hintereinander. Die beiden totholznistenden Arten nagen mit kräftigen Oberkiefern ihre meist in Richtung der Holzfasern verlaufenden Nestgänge in gut besonnten, sowohl aufrechten als auch liegenden Stämmen, Ästen oder Pfählen aus. Während in dünneren Ästen und Pfählen nur ein Gang ausgebildet ist, bestehen die Nester in voluminöserem Holz in der Regel aus mehreren parallelen Gängen, die meist in gleicher Richtung von einem gemeinsamen Zwischengang abzweigen, der zum Eingangsloch führt. Diese Gänge werden jeweils nach Fertigstellung der äußersten Brutzelle gegen den Zwischengang mit einem Pfropfen aus Holzspänen verschlossen. Der Nisteingang bleibt dagegen stets offen. Die Holzbienen kleiden ihre Brutzellen mit einer unbekannten, wasserdichten Substanz aus. Ihr brotlaibförmiger Larvenproviant liegt der Länge nach der Zellwand an. Die Weibchen legen die Eier auf die Längsseite des Nahrungsvorrates, indem sie ihren Hinterleib zwischen Zellwandung und Larvenproviant zwängen. Die Larven spinnen keinen Kokon. Die Entwicklung vom Ei bis zur Imago dauert eineinhalb bis zwei Monate. Wie bei Ceratina leben die langlebigen Weibchen bis zu ihrem Tod mit den frischgeschlüpften Nachkommen im Nest zusammen. Es ist unklar, ob es bei den mitteleuropäischen Arten dabei ähnlich wie bei außereuropäischen Arten zu sozialen Verhaltensweisen (Nahrungsaustausch u. ä.) kommt. Die drei mitteleuropäischen Arten leben solitär.

Pollentransporteinrichtung: Haarbürste an Hinterschiene und -ferse. Ein beträchtlicher Teil des Pollens wird jedoch im Kropf in das Nest transportiert. Der Pollen wird vor dem Verschlucken mit einem speziellen Pollenabnehmerkamm am Stipes der Unterkiefer aus den pollenbeladenen Vorderbeinen entfernt. Die drei mitteleuropäischen Arten sind polylektisch, besuchen bevorzugt Schmetterlingsblütler (Fabaceae) und Lippenblütler (Lamiaceae). Holzbienen können mit ihrem kräftigen Rüssel enge Blütenröhren durchlöchern, um an den Nektar zu gelangen.

Die Männchen von X. valga und X. violaceae besitzen Brustdrüsen, die zwischen Hinterschildchen und Mittelsegment ausmünden und möglicherweise eine Funktion im Paarungsgeschehen besitzen. Schlafende Männchen wurden in selbstgegrabenen Erdlöchern gefunden.





Holzbienen - Steckbrief

Blaue Holzbiene - Xylocopa violaceae (Linne 1758)


Kennzeichen - Merkmale

Mit 20 bis 28 mm Körperlänge. Größte und gedrungenste Solitärbiene Mitteleuropas. Auf den ersten Blick kann man die Blaue Holzbiene mit einer Hummel verwechseln. Hinterleib rein schwarz gefärbt. Das Weibchen läßt sich im Feld nicht vom X. valga unterscheiden. Die Biene ist dunkel behaart; auf ihren ebenfalls dunklen Flügeln erkennt man deutlich einen Blauschimmer. Das Männchen ist dagegen durch das leicht geknickte, braunrot geringelte Fühlerende gut gekennzeichnet. Wegen der Gesamtfärbung kann sie noch mit der verwandten X. valga verwechselt werden, die stellenweise zahlreicher auftritt.


Vorkommen - Lebensraum

Inselartige Verbreitung. In Mitteleuropa selten, wenn auch meist einzeln. Die ausgesprochen wärmebedürftige Art ist in ihrer Verbreitung in Mitteleuropa weitgehend auf Wärmeinseln (Weinbaugebiete) beschränkt, hier aber gebietsweise nicht selten. Die Holzbiene lebt hauptsächlich in Südeuropa, in Mitteleuropa erreicht sie die Nordgrenze ihrer Verbreitung. Die nördlichste Verbreitungsgrenze verläuft durch das nördliche Deutschland. Im Mittelmeergebiet gehört sie zu den häufigsten Bienenarten.

An sonnigen Orten mit Nistmöglichkeiten (Totholz); besonders am Rand von Siedlungen in Gärten und Streuobstwiesen.


Flugzeit

Ab August und nach der Überwinterung von April bis Juli


Biologische Angaben

Wärmeliebende Art, die Landschaften mit Steppencharakter und Flusstäler besiedelt. Die Imago schlüpft Ende August/September. Beide Geschlechter überwintern in hohlen Bäumen, Mauern usw., oft mehrere Exemplare beieinander. Nester werden bevorzugt im morschen Holz ausgenagt. Das Weibchen wird erst im Frühjahr befruchtet, fliegt von Mai bis August. Das Weibchen legt im Laufe des Lebens 1 - 3 Nester an, für die es sich einen hohlen Baum, Baumstumpf usw. aussucht. Zuerst nagt es einen kurzen horizontalen Einschlupfgang, dann einen 15 bis 30 cm langen senkrechten Gang, der in der Regel wieder in einem senkrecht angelegten Ausschlupfloch endet, das mit Nagemehl verstopft wird. Diesen Nistraum unterteilt es in 10 - 15 Kammern. Jede Zelle ist etwa 2 cm lang und hat ein Durchmesser von 1,5 cm. Schließlich wird die Zelle mit einer Trennwand aus feinen Holzspänen und Speichel verklebt. In jede Kammer werden 2 g Pollen gebracht, in jeder entwickelt sich nur eine einzige Larve. Die Larven verzehren die Pollenvorräte und verpuppen sich. Die geschlüpfte Holzbiene zernagt schließlich die Trennwand an ihrer Brutzelle. Sind die Wände dünn, beißt sie sich durch eine eigene Öffnung in der Kammerwand ins Freie durch. Sind die Wände dick, muss sie warten, bis die Bienen in den darüberliegenden Kammern geschlüpft sind. Dann kommen die Holzbienen in einer Reihe hintereinander durch die Einschlupföffnung heraus. Die jungen Weibchen legen im folgenden Jahr ihr Nest normalerweise dort an, wo sie zur Welt gekommen sind.



Die Kropfsammler: Die charakteristischen Vertreter dieser Gruppe sind in Mitteleuropa die urtümlichen Maskenbienen (Hylaeus). Diese kleineren, bis zu 10 mm langen, fast unbehaarten Solitärbienen besitzen zwar an ihren Beinen spärliche kurze Haare, die daran haftenden Blütenstaubkörner könnten jedoch nie den Pollenbedarf der Brut decken. Der Pollen wird daher verschluckt, zusammen mit dem Nektar im Kropf zum Nest gebracht und dort wieder erbrochen. Diese Art des Pollentransportes im Körper der Bienen stellt ein ursprüngliches Merkmal dar, doch betätigen sich auch höher entwickelten Keulhornbienen (Ceratina) und die hummelartig behaarten Holzbienen (Xylocopa) überwiegend als Kropfsammler, auch wenn sie gelegentlich die stark behaarten Hinterbeine als Sammelapparat benutzen.


Trachtpflanzen

Die Blaue Holzbienen suchen Nektar und Pollen an recht verschiedenen Blüten, u.a. an Korbblütlern, Schmetterlingsblütlern und Lippenblütlern. Im Frühjahr trifft man sie mit großer Regelmäßigkeit an blühenden Spalieren (Kletterpflanzen) der Glyzinie - Blauregen (Wisteria sinensis). Neben Wildpflanzen werden auch farbenprächtige Stauden wie Phlox, Muskatellersalbei und der Familie der Mohngewächse häufig angeflogen und als Futterquelle genutzt.


Gefährdung

Wegen ihrer hohen Wärmeansprüche und ihrer Abhängigkeit von geeigneten Nistmöglichkeiten gilt die Art in Deutschland als gefährdet bzw. stark gefährdet.


Nisthilfen

Die wärmeliebenden Holzbienen suchen sonnige Orte mit geeigneten Nistmöglichkeiten, die sie in alten Obstbäumen, auf Streuobstwiesen oder auch in einem Totholzhaufen im Garten finden. Wir Menschen selbst können einiges für diese schöne und seltene Art was tun z.B. Totholzhaufen im Garten, oder alte Obstbäume mit toten Ästen im Garten dulden, Holzklötze oder Holzschelte, die an einer sonnigen Hauswand gestapelt sind, sind geeignete Nistmöglichkeiten. Am besten man baut gleich ein Insektenhotel mit vielen anderen Nisthilfen, die gern von anderen Insekten mit angenommen werden.


Totholz: Holz nagenden Arten kann man im Boden belassene Baumstümpfe, morsche Wurzeln oder Äste sowie halb verrottete Balken in sonniger Lage als Nisthilfen anbieten. Von besonderem Wert sind alte, teilweise oder ganz abgestorbene Bäume sowie mürbe oder verwitterte Zaunpfähle, die auch von Papierwespen zum Abnagen von Nistmaterial aufgesucht werden. Haeseler (1979) konnte an einem Zaun mit 86 etwa 60-jährigen Pfählen bis zu 46 Bienen- und Wspenarten feststellen, davon 6 Bienenarten, 2 solitäre Faltenwespen- und 9 Grabwespenarten nistend. Länger lagernde Holzstapel wären ebenfalls als Nisthabitat geeignet, können aber leicht zur Falle werden: Gerade wenn Holz bienentauglich wird, d.h. nach einer Lagerung von fünf Jahren, wird es zum Verbrennen verwertet, wodurch alle Bruten der Insekten vernichtet werden.


Verschiedene Links zur Blauschwarzen Holzbiene (Xylocopa violaceae):

http://images.google.de/images?q=Holzbi ... e&resnum=1

http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Holzbiene

http://de.wikipedia.org/wiki/Holzbienen

http://www.wildbienen.de/wbarten.htm


Ameisenschutzwarte:

Wer hat die Blauschwarze Holzbiene beobachtet ?

http://www.ameisenschutzwarte.de/forum/ ... .php?t=299



Holzbiene (Xylocopa) mit Milben !

http://www.ameisenschutzwarte.de/forum/ ... .php?t=524


Xylocopa iris:

http://de.wikipedia.org/wiki/Xylocopa_iris



Xylocopa valga:

http://www.biologiezentrum.at/pdf_frei_ ... 7-0054.pdf


Quellenangaben


Heiko Bellmann
Hautflügler Mitteleoropas
Bienen, Wespen, Ameisen
Franckh-Kosmos Verlags-GmbH
ISBN: 3-440-06932-X


J. Zahradnik
Bienen, Wespen, Ameisen
Die Hautflügler Mitteleuropas
Kosmos
Gesellschaft der Naturfreunde
Franckh`sche Verlagshandlung Stuttgart
ISBN: 3-440-05445-4


Andreas Müller - Albert Krebs - Felix Amiet
Bienen
Mitteleuropäische Gattungen, Lebensweise, Beobachtung
Natur Buch Verlag
ISBN: 3-89440-241-5


Wolf Richard Günzel
Das Insektenhotel
Naturschutz erleben
- Bauanleitung
- Tierporträts
- Gartentipps
pala verlag
ISBN: 978-3-89566-234-8


Helmut Hintermeier
Artenschutz in Unterrichtsbeispielen
Informationen - Arbeitsblätter - Folienvorlagen
Teil 2
Schmetterlinge
Honigbienen
Hummeln
Wildbienen
Wespen
Hornissen
Schwebfliegen
Marienkäfer
Biologische Schädlingsabwehr
Auer Verlag GmbH
ISBN: 3-403-02799-6


Gruß Karsten Grotstück


Zuletzt geändert von Karsten Grotstück am 10. Mär. 2010, 15:54, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Die Gehörnte Mauerbiene
BeitragVerfasst: 10. Mär. 2010, 15:44 
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Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta), Latreille 1805


Eine der auffälligsten Wildbienen, die wir hier im Frühling beobachten können, ist die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta). Während bei den hummelartigen Weibchen (12–16 mm) der Körper tiefschwarz und der Hinterleib rostrot bepelzt sind, kann man die etwas kleineren Männchen leicht an ihrer weiβen Gesichtsbehaarung erkennen. Nur die Weibchen haben am Vorderkopf zwei kleine, zwischen den Haaren versteckte Hörnchen. In Deutschland ist die Art weit verbreitet, allerdings ist sie in Süd- und Mitteldeutschland deutlich häufiger als im Norden. Die Höhenstufe von 500 m üNN überschreitet sie nur vereinzelt.


Verbreitung und Vorkommen:


Mediterrane Art, die in Mitteleuropa wärmebegünstigte Siedlungsbereiche bevorzugt. Die Gehörnte Mauerbiene ist in Deutschland zwar weit verbreitet, im Süden jedoch viel häufiger als im Norden. In den Mittelgebirgen ist sie nur sehr vereinzelt anzutreffen. Da die Art ein mildes und blumenreiches Frühjahr liebt, kommt sie fast ausschließlich und schwerpunktmäßig im Siedlungsbereich vor, wo das dort herrschende Kleinklima und das meist reiche Angebot an früh blühenden Pflanzen ihren Ansprüchen entgegenkommt (wurde in den letzten Jahrzehnten deutlich häufiger). Die Art kommt auch in Weinanbaugebieten, Streuobstwiesen und auch außerhalb von Ortschaften vor. Sie besiedelt überwiegend sonnenexponierte Lößwände oder Steilwände von Flussufern, wo sie in den verlassenen Brutzellen der Frühlings-Pelzbiene (Anthophora plumipes) nistet.


Kennzeichen:

Weibchen (12 - 16 mm), Kopf und Brustabschnitt tiefschwarz, der Hinterleib hingegen mit rostrotem Färbungsmuster. Weibchen tragen vorne am Kopf zwischen den Haaren versteckt: "Zwei kleine Hörnchen", die im dichten Pelz aber nur schwer zu erkennen sind.

http://www.paul-westrich.de/biologie/so ... bienen.php

Männchen deutlich kleiner mit gleichem Färbungsmuster und zusätzlich auffällig weißen Gesichtsbehaarung.

http://www.paul-westrich.de/Profile/osmia_cornuta_p.php



Flugzeit:

Die Mauerbiene hat nur eine Generation im Jahr. Von März bis Mai. Die Flugzeit der Mauerbienen beträgt je nach Witterung ca. 4 bis 6 Wochen für die Erzeugung von Nachkommen.


Nistweise:

Überaus flexibel. Nistet auch an unvermuteten Stellen (z.B. Schlüsselloch, Ritzen in Fensterrahmen, Rolladen-Stöpsel und Abflussröhrchen). In hohlen Stängeln und Bohrlöchern. Nistet in vorhandenen Hohlräumen vertikaler Flächen wie Mauerritzen, Trockenmauern, Felsspalten, Totholz, Pfosten, Holzschuppen und verlassenen Stechimmennestern, in Steilwänden (Löss- und Lehmwände) u. ä.. Besiedelt auch Nisthilfen verschiedenster Art z. B.(Strangfalzziegel, Nisthölzer, Bambusrohre), die jedoch an eine größere vertikale Fläche angrenzen müssen. Als Baumaterial für die Zellwände und den Nestverschluß dient feuchte Erde (Lehm).


Lebensweise und biologische Angaben:

Im zeitigen Frühjahr durch die wärmenden Sonnenstrahlen und die zunehmende Tageslänge geweckt, verlassen die Männchen ca. 8 bis 10 Tage früher als die Weibchen ihre schützende Brutzelle, in der sie den Winter als fertiges Insekt verbracht haben. Die bereits vor den Weibchen aktiven Männchen finden sich bevorzugt an den Nistplätzen ein und erwarten hier das Erscheinen der weiblichen Partner. Unter den rivalisierenden Männchen kommt es in dieser Zeit zu regelrechten Kämpfen um die begehrten Weibchen. Die Begattung findet sodann häufig auf dem Boden statt, die kurz nach der Paarung einen geeigneten Nistplatz suchen. Die Männchen beteiligen sich nicht am Brutgeschehen. Hat das Weibchen nach der vollzogener Paarung eine geeignete Niststätte (fertige Hohlräume verschiedenster Art) gefunden, legt es für jede Eizelle eine separate Brutkammer an, die sie durch senkrecht eingezogene Wände aus Lehm und Speichel von den Nachbarzellen abgrenzt. Auf einen im hinteren Teil der Zelle angehäuften Pollenkuchen wird jeweils ein Ei schräg aufgerichtet mit dem unteren Pol festgeklebt. Anschließend wird die Brutzelle sorgfältig verschlossen und die nächste in Angriff genommen. So entsteht eine lineare Anordnung von Brutkammern, wobei im hinteren Gangteil die größeren Zellen für die Weibchen und vorne einige kleinere für die Männchen liegen. Bei den Nestern handelt es sich meist um Linienbauten mit bis zu 12 Brutzellen. Anfang (Atriumzelle) und Ende (Initialzelle) dieses Linienbaues bildet meist eine brutfreie Zelle, möglicherweise als Schutz gegen Parasiten und Bruträuber. Die Flugzeit der Mauerbienen ist je nach Witterung auf 4-6 Wochen begrenzt. In dieser Zeit können höchstens 20-40 Brutzellen angelegt werden. Schon früh am Morgen und bereits bei Lufttemperaturen von 10° C. beginnen die Weibchen mit ihrer Brutfürsorge. Etwa 10 Tage nach der Eiablage schlüpfen die Bienenlarven und ernähren sich 20 bis 25 Tage lang vom Nahrungsvorrat. In dieser Zeit häuten sich die Larven mehrmals und spinnen sich schließlich einen festen, später braun werdenden Kokon ein, an dessen unterem Ende die kurz vorher ausgeschiedenen Exkrementkügelchen sitzen. Im Kokon findet dann die Verpuppung oder "Innere Metamorphose" statt, das heißt, der Larvenkörper verwandelt sich langsam in einer Biene. Bereits im August liegen die voll entwickelten Bienen in den Kokons, in denen sie auch den Winter verbringen. Damit schließt sich der Lebenszyklus.



Die Bauchsammler: Einer ganz anderen Art der Aufbringung des Blütenstaubes begegnen wir bei jenen Bienen, die den Pollen mittels einer dichten Behaarung auf der Unterseite des Hinterleibes aufsammeln. Eine kräftige, als Pollensammelapparat dienende Bauchbürste (Scopa) ist kennzeichnend für Wollbienen (Anthidium), Löcherbienen (Heriades), Scherenbienen (Chelostoma), Mauerbienen (Osmia) sowie Blattschneider- und Mörtelbienen (Megachile), die gemeinhin als Bauchsammler bezeichnet werden. Mit der steifen und gleichmäßig nach hinten gerichteten Behaarung der Bauchunterseite können sie durch wiederholtes Rückwärtsbewegen des Körpers beachtliche Mengen von Blütenstaub aus den Antheren herausbürsten und in den Zwischenräumen der Bauchbürste nach Hause tragen. Zu Hause angekommen kriecht sie rückwärts in die Brutzelle um im nächsten Augenblick mit den Hinterbeinen die Pollenfracht aus der Bauchbürste zu streifen. Alle Bauchsammlerbienen besitzen nur zwei gleichgroße Cubitalzellen im Vorderflügel. In Mitteleuropa kommen fast 100 Arten vor. Keine von ihnen zeigt Staatenbildung. Dafür stellen die Nestkonstruktionen der Bauchsammlerbienen nicht selten ausgesprochen geniale Konstruktionen dar, wie sie von anderen Bienen nicht erreicht werden.



Gefährdung:

Die Art profitiert offenbar von den in letzter Zeit zunehmenden Durchschnittstemperaturen in Mitteleuropa. Sie ist daher vor allem im Bereich der Städte in Ausbreitung begriffen und erscheint derzeit nicht gefährdet.


Trachtpflanzen:

Weibchen der Osmia cornuta haben wie O. bicornis und zwei weitere mitteleuropäische Arten eine durch hornartige Fortsätze und Haarreihen begrenzte Eindellung auf dem Kopfschild, die möglicherweise beim Pollensammeln bzw. -transport eingesetzt wird. Pollentransporteinrichtung: Haarbürste auf der Unterseite des Hinterleibes.

Mauerbienen sind nicht gerade wählerich, ausgesprochen polylektische, insgesamt mit 13 Pflanzenfamilien besuchende Art (nach Westrich 1990). Fast alle Blütenpflanzen, die ihr genügend Nektar und Pollen bieten, werden genutzt. Im Frühjahr z. B. hält sie sich an Apfelbäumen und andere Arten von Obstbäumen auf. Daher ist die Mauerbiene ein ausgezeichneter und idealer Obstbaumbestäuber. Ebenfalls werden Veilchen, Krokus, Traubenhyazinthen, Blaustern, Primeln, Lungenkraut, Lerchensporn oder Weidenkätzchen und Ahornbäume besucht.


Ähnliche Arten:

Zweifarbige Mauerbiene, (Osmia bicolor).

In der Färbung recht ähnlich ist die deutlich kleinere Zweifarbige Mauerbiene (Osmia bicolor). Dieser fehlen aber die "Hörner" am Kopf; zudem besitzt sie eine deutlich andere Lebensweise.

Link:

http://www.heikobellmann.de/subvortrag6.html

http://www.wildbienen.de/eb-obicl.htm



Rote Mauerbiene Osmia bicornis (früher O. rufa).

Häufigste Mauerbiene, relativ rundes stumpfes Hinterleibsende, ähnlich einer Hummel, stark behaart, rot-braun, z.T. gestreift gefärbt mit hellen Haaren auf der Brust. Auch die Weibchen der Roten Mauerbiene tragen kleine Hörner, Männchen wie Gehörnte Mauerbiene mit weißem Gesicht. In der Lebensweise der Gehörnten Mauerbiene (Osmia cornuta) sehr ähnlich, nimmt künstliche Nisthilfen sehr gut an.

Link:

http://www.insektenbox.de/hautfl/rotmau.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Mauerbiene

http://www.arthropods.de/insecta/hymeno ... Rufa30.htm

http://www.nabu.de/themen/streuobst/oek ... 05568.html

http://www.mauerbienen.com/



Nisthilfen:

Da die Mauerbiene nur geringe Ansprüche an ihren Lebensraum stellt, ist sie durch Nisthilfen leicht zu fördern. Daher ist es ziemlich leicht mit bestimmten Nisthilfen sie im Garten für die Obstbaumbestäubung anzusiedeln.


Niströhrchen

Niströhrchen aus verschiedenem Material, gebündelt und regensicher in PVC-Rohre oder Konservenbüchsen untergebracht (Bambusrohr, Schilf-, Stroh- oder Trinkhalme und Pappröhrchen). Durchmesser der Röhrchen müssen für die Mauerbienen zwischen 6 bis 8 mm betragen. Bei den hohlen Pflanzenstängeln sollte man darauf achten, dass der Pflanzenstängel am hinteren Ende einen Knoten aufweist, also verschlossen ist, während der gesamte vordere Teil für den Nestbau zugänglich bleibt.


http://www.tierundnatur.de/wildbienen/wbs-ste3.htm

http://www.pachizefalos.de/texte/eigene ... thilfe.pdf


Nisthölzer

Geeignet sind Holzstücke unterschiedlichster Größe und Form wie Stammabschnitte, dicke Äste, Baumscheiben, Rund- und Kanthölzer. Damit die von Menschenhand angelegten Bohrungen bei feuchter Witterung nicht zuquellen, sollten nur Harthölzer/Nisthölzer aus Eichen, Buchen, Eschen, Akazie und verschiedener Obstbaumarten Verwendung finden. Bitte keine Nadelbaumarten (Fichte-, Kiefer- und Lärchen) verwenden da das Holz ziemlich weich und grobfaserig ist und dadurch die Bohrlöcher bei feuchter Witterung zu leicht und schnell zuquellen läßt. Für unsere Mauerbienen verwenden wir einen Lochdurchmesser von 6 bis 8 mm. In die Baumscheiben oder Holzklötze werden mit der ganzen Bohrlänge parallele Löcher gebohrt und zwar so, dass zwischen den Löchern ein Zwischenraum von etwa 2 cm bleibt und das Holz nicht reißt.

http://www.wildbienen.de/wbs-hol1.htm



Einfacher Wildbienen - Beobachtungskasten von Dieter Bretz

Ein einfaches Modell zur Beobachtung von Brutverhalten und Brutentwicklung bei Wildbienen.

Zur genauen Bauanleitung:

http://www.ameisenschutzwarte.de/forum/ ... .php?t=910



Problematik von Beobachtungsnistkästen für Hymenopteren (Werner David)

Link:

http://www.ameisenschutzwarte.de/forum/ ... .php?t=783



Allgemeines und Wissenswertes über die Gattung Osmia (Mauerbienen)

Verschiedene Autoren splittern die mitteleuropäischen Mauerbienen in die fünf Gattungen Anthocopa, Hoplitis, Metallinella, Osmia und Protosmia auf.
52 Arten im Gebiet (D: 28; A: 41; CH: 44).

Der Name Mauerbiene kommt vermutlich daher, dass viele Arten dieser Gattung ihre Nester in Löchern, Ritzen und ähnlichen Hohlräumen in Mauern und Gesteinshaufen anlegen. Vielleicht haben diese solitären Bienen ihren Namen aber auch aufgrund der Tatsache, dass die bekanntesten und häufigsten Arten ihre Brutzellen mit selbst hergestelltem Mörtel aus Sand, Lehm und Speichel verschließen.

Die Arten dieser Gattung sind meist auffallend pelzig stark behaart und von untersetzter Gestalt mit 4 - 15 mm; daneben gibt es aber auch langgestreckte weniger behaarte Vertreter. Nicht selten treten metallisch blau, grün oder kupfern glänzende Färbungen auf. Vom zeitigen Frühjahr bis in den Sommer treten fortlaufend neue Arten in den unterschiedlichsten Lebensräumen - einige auch im Siedlungsbereich - auf. Die Weibchen tragen eine aus dichten Haaren gebildete Bauchbürste, deren Farbe zur Artenbestimmung herangezogen werden kann.


Flugzeit: III - IX. Eine Generation im Jahr, vereinzelte Arten mit partieller zweiter Generation. Bei vielen Arten schlüpft ein Teil der Individuen erst nach der zweiten Überwinterung aus den Brutzellen (Partivoltinismus). O. alticolor, O. inermis und O. mitis steigen in den Alpen bis weit über die Waldgrenze.


Nistweise: Die Nester zeigen hinsichtlich Nistplatz und Baumaterial eine erstaunliche Vielfalt und finden sich in Holz, hohlen Pflanzenstängeln, in Ton, Sand, leeren Schneckenhäusern oder sind frei an Steinen und Mauern geklebt. Die einzelnen Zellen können hintereinander zu Linienbauten oder über- und aufeinander zu Haufenbauten angeordnet sein.


Baumaterial: Als Baumaterial werden Mörtel (aus Sand, kleinen Steinchen und Lehm mit Speichelsekret), zerkaute Laub- und Blütenblätter, ja sogar Schafmist verwendet.


Blütenspezialisten: Unter den pollensammelnden Weibchen finden sich ausgesprochene Generalisten, andere haben sich mehr oder weniger eng auf ganz bestimmte Pflanzengattungen oder -familien spezialisiert und sind ausschließlich auf Korb- oder Kreuzblütlern, Glockenblumen oder Natternkopf anzutreffen.

http://admin.kleingarten-bund.de/_uploa ... teil_2.pdf

http://www.wildbienen.de/wbs-bbau.htm



Wildbienenräuber bzw. Fressfeinde

http://www.wildbienen.de/wbi-para.htm

http://www.tierundnatur.de/wildbienen/wbi-raub.htm

http://www.wildbienen.de/wbi-r700.htm



Bezugsquellen für Nisthilfen

Hohlstrangfalzziegel:
Max Jungmeier: Landshutstr. 130, 94315 Straubing; Tel.: 09421/3621, oder über den Dachdeckerfachhandel; Preis: Stück ca. 0,50 EUR.


Nisthilfen, Beobachtungsgänge, Literatur:
Volker Fockenberg, Heimersfeld 77, 46244 Kirchhellen; Tel: 02045/84422,
web: www.wildbiene.com
Kommerzielle Internetseite mit vielen Informationen.


Wildbienen - Nisthilfen - Bestäubung
J. -Christoph Kornmilch, Drosselweg 9, 18057 Rostock; Tel: 03834/813095,
web: www.bienenhotel.de
Kommerzielle Internetseite mit vielen Informationen.



Insektennistkasten (Freilandlabor Dönche):
Schulbiologiezentrum, 35216 Biedenkopf; Hedewig 1988.



Nisthilfen, Hummelkästen und Hornissenkästen:
Schwegler Naturschutzprodukte, Heinkelstr. 35, 73614 Schorndorf.
web: www.schwegler-natur.de
Schwegler Gmbh Vogel- und Naturschutzprodukte: Bietet Informationen und Wildbienennisthilfen an.



Nisthabitate.info
Nobert Taschner, Salamander Weg 6, 84034 Landshut; Tel: 49151/56035250
web: www.nisthabitate.info
Informationen - Bauanleitungen - Nisthilfen - Kommerzielle Internetseite.



Lehmbau kreativ
Norbert Franzen, An der Riehe 2, 31675 Bückeburg; Tel: 0571/34227,
Fax: 0571/30250;
web: www.lehmbau-kreativ.de
Webseite von Lehmbau kreativ, auf der anschaulich dargestellt ist, wie eine Wildbienenwand gebaut werden kann. Norbert Franzen führt derartige Projekte auch mit Schulen durch.



Quellenangabe:


Andreas Müller - Albert Krebs - Fleix Amiet
Bienen
Mitteleuropäische Gattungen, Lebensweise, Beobachtung
Natur Buch Verlag
ISBN: 3-89440-241-5


Helmut Hintermeier
Artenschutz in Unterrichtsbeispielen Teil 2
Informationen/Arbeitsblätter/Folienvorlagen
Auer Verlag GmbH
ISBN: 3-403-02799-6


Heiko Bellmann
Hautflügler Mitteleuropas, - Bienen, Wespen, Ameisen
Kosmos Naturführer - Franckh-Kosmos Verlags-GmbH
ISBN: 3-440-06932-X



Wolf Richard Günzel
Das Insektenhotel
Naturschutz erleben - "Bauanleitungen - Tierporträts - Gartentipps"
pala Verlag
ISBN: 978-3-89566-234-8


Anita und Norbert Schäffer
Schmetterlinge, Libellen und andere Wirbellose im Garten
Bestimmen - Beobachten - Schützen
AULA-Verlag GmbH.
ISBN: 978-3-89104-726-2


Paul Westrich
http://www.paul-westrich.de/biologie/so ... bienen.php

und

http://de.wikipedia.org/wiki/Geh%C3%B6rnte_Mauerbiene




Gruß Karsten Grotstück


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 Betreff des Beitrags: Re: Insektenarten, die oft mit Hummeln verwechselt werden !!
BeitragVerfasst: 27. Feb. 2013, 05:12 
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Registriert: 25. Feb. 2013, 06:46
Beiträge: 2
Schöne Überraschung über diese kürzere Form. Können Sie uns sagen, was Sie reden / schreiben Sie?Die Arten dieser Gattung sind meist auffallend pelzig stark behaart und von untersetzter Gestalt mit 4 - 15 mm; daneben gibt es aber auch langgestreckte weniger behaarte Vertreter. Nicht selten treten metallisch blau, grün oder kupfern glänzende Färbungen auf. Vom zeitigen Frühjahr bis in den Sommer treten fortlaufend neue Arten in den unterschiedlichsten Lebensräumen - einige auch im Siedlungsbereich - auf. Die Weibchen tragen eine aus dichten Haaren gebildete Bauchbürste, deren Farbe zur Artenbestimmung herangezogen werden kann.
Hat jede info. über diese kürzere Form zuvor geschrieben (und ich verpasste es)?

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Insektenarten, die oft mit Hummeln verwechselt werden !!
BeitragVerfasst: 27. Jan. 2014, 08:46 
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Registriert: 24. Jan. 2014, 18:42
Beiträge: 6
Hallo,

Bei mir im Haus nisten Mauerbienen an einem befremdlichen Standort. Sie haben es sich in den Hohlräume der Kunststoffenster gemütlich gemacht, sie konnen durch die Belüftungslöcher eindringen, die sie im Herbst mit einem Wachspfropfen verschließen. Eigentlich schön, diese harmlosen Bienen um sich zu haben.

LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Insektenarten, die oft mit Hummeln verwechselt werden !!
BeitragVerfasst: 27. Jan. 2014, 08:53 
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Registriert: 24. Jan. 2014, 18:42
Beiträge: 6
Ich kann aus eigener Erfahrung zumindest über zwei vermeintliche Hummeln in meinem Garten berichten, die sich bei näherer Betrachtung als Bienen entpuppten. Zum einen die schwarzblaue Holzbiene, die ich allein wegen der Größe für eine Hummel hielt und die Mauerbiene, die mir für eine Biene einfach zu sehr behaart war und die ich erst als Hummel einordnete. Mit der Holzbiene habe ich sogar einen sehr seltenen Besucher im Garten, auf den ich sehr stolz bin.

LG


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