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 Betreff des Beitrags: Ameisenbestimmung
BeitragVerfasst: 16. Mai. 2017, 10:33 
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Registriert: 18. Apr. 2016, 07:04
Beiträge: 7
Hallo liebes Forum,

könnte mir nochmal jemand bei der Bestimmung dieser Ameise helfen?

Herzlichen Dank,
Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameisenbestimmung
BeitragVerfasst: 16. Mai. 2017, 16:32 
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Registriert: 07. Jul. 2005, 10:19
Beiträge: 742
Hallo,

auf den Bildern sind leider keine Behaarungsdetails zu erkennen, so dass eine genauere Bestimmung nicht möglich ist. Es ist jedenfalls eine Lasius-Art, aber weder brunneus noch emarginatus.
Ob es nun "nur" L. niger ist oder gar eine sehr unangenehme Art (s. hier den Beitrag von "Beate 3777") kann ich Ihnen nicht sagen. Es wäre hilfreich, wenn Sie Näheres zu den Umständen für Ihre Anfrage mitteilen würden. Falls Sie eine Probe zur Bestimmung einsenden wollen, wenden Sie sich bitte an den für Ihr Bundesland zuständigen Landesverband.

Viele Grüße
G. Heller


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameisenbestimmung
BeitragVerfasst: 16. Mai. 2017, 16:59 
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Registriert: 18. Apr. 2016, 07:04
Beiträge: 7
Sehr geehrter Herr Heller,

vielen Dank für die Antwort. Die Kurzfassung der Geschichte ist, dass wir 2015 im Rhein-Neckar-Kreis einen Neubau gebaut haben. Dabei ist wohl im unverputzten Zustand ein Volk in die Dämmung der Kelleraußenwand eingezogen. Anfang 2016 habe ich ein Nest im der Außendämmung des Kellers entdeckt und vor dem Anbringen des Sockelputzes entfernen können. Offenbar jedoch nicht erfolgreich, da seit ein paar Tagen wieder eine Ameisenstraße unter dem Spritzputz (Randsteine mit Kies) am Sockel des Hauses ins Grüne wandern.

Meine diversen Giftmischungen waren bis jetzt nicht erfolgreich und wurden trotz viel Mühe nicht angenommen. Das spricht wohl nicht für Lasius Niger?

Mit Herrn Gregetz vom ASW BW hatte ich gestern telefoniert, an den Fotos konnte er auch keine Bestimmung vornehmen.

Für sämtliche Tipps wäre ich dankbar!

Matthias

PS: Was würde fototechnisch denn bei der Bestimmung helfen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameisenbestimmung
BeitragVerfasst: 17. Mai. 2017, 10:41 
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Registriert: 07. Jul. 2005, 10:19
Beiträge: 742
Hallo,

fototechnisch würde helfen, wenn der Fühlerschaft (das ist der lange,starre Teil des Fühlers, der am Kopf eingelenkt ist) so scharf abgebildet ist, dass man die Behaarung erkennen kann. Ist der Fühlerschaft abstehend behaart, so ist es L. niger (oder weniger wahrscheinlich die Schwesterart L. platythorax). Bei anliegender Fühlerbehaarung, könnte es eine Art aus der L. alienus-Gruppe sein oder aber auch L. negelectus (s. "Beate3777"). Zur Sicherheit sollten Sie dann eine Probe mit intakten Tieren (also nicht auf Tesa aufgeklebt) einsenden.
Ist denn gesagt, dass die Ameisen jetzt wieder aus der Dämmung kommen? Vielleicht ist da ja auch nur ein Erdnest.

Viele Grüße
G. Heller


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameisenbestimmung
BeitragVerfasst: 17. Mai. 2017, 10:45 
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Registriert: 18. Apr. 2016, 07:04
Beiträge: 7
Vielen Dank, ich werde heute Abend nachschauen.
Das Nest muss nicht zwangsläufig in der Dämmung sein, die Position und Laufwege sind jedoch sehr verdächtig.


Mein aktuelles Problem ist, dass ich mit Marmelade zwar einigermaßen erfolg beim Füttern habe, jedoch nicht mehr, sobald ich Gift Fipronil von Celaflor) untermische (etwa 1:1). Liegt das an den Bitterstoffen? Gibt es da eine Alternative?

Herzlichen Dank!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameisenbestimmung
BeitragVerfasst: 18. Mai. 2017, 09:22 
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Registriert: 07. Jul. 2005, 10:19
Beiträge: 742
Hallo,

zur Frage nach den Bitterstoffen: ich habe Versuchsköder bei gleicher Basisformulierung ohne und mit Zusatz von Bitrex (0,002%) geprüft. Hierbei waren keinerlei Unterschiede in der Akzeptanz erkennbar. Das scheint wohl eine andere Ursache zu haben, dass die Erdbeermarmelade nach Vermischen mit dem Mittel nicht mehr angenommen wird, zumal ja im Forum viele positive Beobachtungen vorliegen.
Fraglich ist, ob der Einsatz eines Köders überhaupt sinnvoll ist, da das Problem ja wohl nur im Außenbereich lokalisiert ist. Wenn Sie vor dem Verputzen das Nest entfernt haben, jetzt aber Wiederbefall der Dämmung vermuten, wäre es besser, nochmal Verputz und Dämmung zu entfernen und anschließend so zu versiegeln, dass kein Eindringen in die Dämmung mehr möglich ist. Sonst werden Sie möglicherweise bald wieder mit Befall konfrontiert sein, auch wenn Ihnen jetzt die Beseitigung des Nestes gelingen sollte.

Viele Grüße
G. Heller


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameisenbestimmung
BeitragVerfasst: 18. Mai. 2017, 19:37 
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Registriert: 18. Apr. 2016, 07:04
Beiträge: 7
Lieber Herr Heller,

ich weiß nicht, woran es liegt, aber ein Wattestäbchen mit Himbeersirup zieht innerhalb von 30-60 Sekunden bis zu 20 Tiere an. Mische ich Celaflor mit 0,2g/kg Fipronil unter, prallen die Tiere regelrecht von dem Wattestäbchen ab! Manche machen schon 1cm davor einen Satz zurück, als wären sie erschrocken...

Haben Sie oder jemand anderes einen Tipp, welches sinnvolle Gift mit verzögerter Wirkung einen anderen Bitterstoff bzw. eine andere Zusammensetzung hat, die ich probieren könnte? Komme ich denn als Leie an normales Gift ohne Bitterstoffe? Wäre Naturen (?) mit Spinosad eine Alterantive?

Die Kellerdämmung aufzumachen ist mit viel Aufwand verbunden, weswegen ich die Giftmethode vorziehen würde. Ich glaube auch nicht, dass der Befalle neu von außen kam, sondern dass ich letztes Jahr vermutliche nicht die Königin erwischt habe.

Herzlichen Dank,
Matthias


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameisenbestimmung
BeitragVerfasst: 19. Mai. 2017, 19:55 
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Registriert: 07. Jul. 2005, 10:19
Beiträge: 742
Hallo,

als ich gestern die Fotos betrachtete, bin ich in Ihrem Text über das "nochmal" gestolpert. Die kurze Suche ergab, dass Sie schon im März geschrieben und Fotos von den Ameisen gemacht hatten. Ich hatte Ihnen damals mitgeteilt, dass es sich um L. niger handelt, und mit größter Wahrscheinlichkeit ist es auch diese Art, auch wenn weder auf den Fotos vom März noch auf den aktuellen die Behaarungsmerkmale erkennbar sind. Das Auftreten von L. neglectus jetzt im Raum Mannheim/Ludwigshafen und zuvor schon im März im Raum Ludwigsburg (hierzu kein Bericht im Forum) zeigen aber, dass man vorsichtig und nicht voreilig sein sollte.

In Ihrem Bericht vom März hatten Sie geschrieben, dass die Dämmung von L. brunneus besiedelt war. Das scheint wohl doch ein Irrtum zu sein? Vielmehr ist anzunehmen, dass es L. niger war. Ich denke, dass hier ein Erdnest ist und die Dämmung als oberirdische Dependance genutzt wird.
Sie können es natürlich noch mit einem Spinosad-Köder versuchen, ich würde aber mal das Ameisenstreumittel mit Fipronil, das Sie ohnedies schon haben, entsprechend Gebrauchsanleitung in Wasser einrühren und auf den Bereich gießen.

Viele Grüße
G. Heller


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 Betreff des Beitrags: Re: Ameisenbestimmung
BeitragVerfasst: 26. Mai. 2017, 07:56 
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Registriert: 18. Apr. 2016, 07:04
Beiträge: 7
Hallo,

leider scheint mein letzter Beitrag im Datennirvana verschwunden zu sein...

Die Ameise im März war tatsächlich die erste, die ich an der Hauswand gesichtet hatte. Daher kann diese natürlich von irgendwoher gekommen sein, interessiert hatte es mich damals dennoch.

L. bruunneus (oder eine andere, bräunlichere Art) hatte ich letztes Jahr auf jeden Fall auch vermehrt gesehen. Beim Ausräumen des Nests in der Dämmung hatte ich dann gar nicht mehr auf die Färbung geachtet. Daher kann es gut sein, dass es sich bei dem Nest schon damals um die aktuell gefundene Art gehandelt hat.

Derzeit habe ich Fortschritte mit der Bekämpfung gemacht. Nachdem meine Giftmischungen auch in dünner Mischung nicht angenommen wurde, habe ich mir aus der Apotheke ein anderes Produkt mit Fibronil besorgt, welches eigentlich Flöhe und Läuse auf dem Fell von Hunden und Katzen abtöten soll. Dieses ist viel höher Dosiert und enthält lediglich Alkohol als Beimischung. Nach ordentlicher Verdünnung auf ein Maß, das den handelsüblichen Ameisengiften entspricht, wurde der Köder dann gut angenommen.
Vielleicht hilft das ja dem ein oder anderen, der Probleme hat, die Köder an die Ameise zu bringen!

Viele Grüße
Matthias


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