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 Betreff des Beitrags: Re: Bienensterben - Ameisensterben?
BeitragVerfasst: 27. Jun. 2018, 14:44 
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Dass es in den USA ein massives Problem mit Bienenparasiten gibt verwundert überhaupt nicht, dort werden seit über einem halben Jahrhundert ganze Lastwagen mit Bienen quer durch das ganze Land gekarrt und jeweils für mehrere Wochen an unterschiedlichen Orten aufgestellt - das ist die allerbeste Methode um gefährliche Parasiten möglichst effektiv und flächendeckend zu verbreiten.

Ironischweise sind es aber genau die Honigbienen, die das Problem NICHT betrifft. Honigbienen wird es geben solange es Imker gibt, die diese auf- und durchpäppeln, die Arten die verschwinden sind dagegen eher solitäre Bienen und Schwebfliegen, die für die Bestäubung genauso wichtig sind, denen aber kaum jemand hinterher weint.


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 Betreff des Beitrags: Re: Bienensterben - Ameisensterben?
BeitragVerfasst: 01. Dez. 2018, 07:24 
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Das große Insektensterben :!: :!: :!: :!: :!:


Dokumentation - Filmtipp



Nicht nur die Fachwelt war entsetzt. 2017 veröffentlichte Langzeitbeobachtungen belegen: In den letzten 30 Jahren sind bis zu 75 Prozent der Insekten verschwunden. Ernüchternder Fakt: Schuld daran ist der Mensch. Viele Arten sind für immer verloren. Das Ausmaß des Artensterbens ist so immens, dass einige Forscher fürchten, der Kreislauf des Lebens gerate ins Wanken. Nicht nur der Rückgang der Bienenpopulation, das massenhafte Insektensterben insgesamt hat schlimme Folgen – und zwar für alle Erdbewohner.

Welche? Hochkarätige Wissenschaftler aus der ganzen Welt geben erschreckende und aufrüttelnde Antworten. Das Insektensterben ist viel umfangreicher und folgenschwerer als gedacht. Viele andere Tiere ernähren sich von Insekten. Auch helfen sie dabei, totes Gewebe in nährstoffreiche Böden umzuwandeln.

Darüber hinaus regulieren sie sich sogar gegenseitig. Vom Menschen als Schädlinge betrachtete Spezies sind oft die bevorzugte Beute von nützlichen Jägern. Der massive Eingriff des Menschen hat das funktionierende Gleichgewicht in der Welt der Insekten jedoch in eine gefährliche Schieflage gebracht. Unter anderem chemische Gifte, die fortschreitende Versiegelung der Böden und, großflächiger Düngemitteleinsatz setzen der artenreichsten Tierklasse der Erde zu. Die Dokumentation gibt Einblick in aktuelle Studien und erklärt, woran es krankt und wo dringender Handlungsbedarf besteht. Noch gibt es Hoffnung. Zwar sind viele Arten unumkehrbar verloren, das Massensterben im Reich der Insekten könnte aber noch aufgehalten werden – allerdings nur, wenn der Mensch endlich anfängt gegenzusteuern. Die Zeit wird knapp.

Trailer: https://www.arte.tv/de/videos/077368-00 ... ensterben/

Film : https://www.spektrum.de/video/das-gross ... en/1610248




Gruß Karsten Grotstück


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 Betreff des Beitrags: Re: Bienensterben - Ameisensterben?
BeitragVerfasst: 08. Dez. 2018, 08:25 
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Der globale Insektenzusammenbruch - Spektrum der Wissenschaft


Ich habe einen interessanten Artikel gefunden:
Weltweit mehren sich Hinweise, dass Insekten massenhaft verschwinden. Ihr funktionaler Verlust könnte für die Menschheit noch gravierender sein als der Klimawandel.



https://www.spektrum.de/kolumne/der-glo ... ch/1611020



Ja, der Artikel fasst wirklich alles zusammen, was an bisherigen Fakten vorliegt. Allein die Situation in China sollte doch allen ein warnendes Beispiel sein. Man steht einfach hilflos da, wenn Ignoranz und Profitgier zusammentreffen.
Umso mehr ist jedes Gegensteuern und vor allem jede einzelne Rettungsaktion anzuerkennen und wertzuschätzen.



Gruß Karsten Grotstück


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 Betreff des Beitrags: Re: Bienensterben - Ameisensterben?
BeitragVerfasst: 01. Feb. 2019, 10:54 
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Volksbegehren Artenvielfalt - jetzt gilt's!


Ab heute haben wir 2 Wochen Zeit um die Artenvielfalt zumindest in Bayern zu retten! Macht mit und tragt Euch für das Volksbegehren ein!
Geht zum Rathaus, nehmt den Ausweis mit und unterschreibt. Geht schnell, tut nicht weh, stärkt die Demokratie und hilft, die Natur für uns und unsere Nachkommen zu erhalten.


Mehr Infos auf der Seite des Volksbegehrens:

Weiterlesen... https://volksbegehren-artenvielfalt.de/


Gruß Karsten Grotstück


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 Betreff des Beitrags: Re: Bienensterben - Ameisensterben?
BeitragVerfasst: 16. Feb. 2019, 06:40 
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Volksbegehren Artenvielfalt





Obwohl ich Hessen lebe, habe ich jeden Tag mitgefiebert! Und jetzt: 18,4 % der Bayern haben mit ihrer Unterschrift – insgesamt 1.745.383 Mio. Unterschriften – das “Volksbegehren Artenvielfalt” äußerst erfolgreich unterstützt! Einfach überwältigend!!!

Ein mehr als herzliches Dankeschön nach Bayern !!! :lol: :lol:

https://volksbegehren-artenvielfalt.de/


Da bleibt nur zu hoffen, dass sich nun endlich einmal etwas zu dieser Problematik bewegt und sich die anderen Bundesländer auch einmal aufraffen!
In Deutschland wird ja leider bei diesen Problemen immer erst einmal sehr gern und ausführlich darüber diskutiert und nur sehr zäh gehandelt. Bei der Anpassung der Diäten sieht das natürlich ganz anders aus.



Gruß Karsten Grotstück


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 Betreff des Beitrags: Re: Bienensterben - Ameisensterben?
BeitragVerfasst: 14. Mär. 2019, 17:36 
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Gegen alle Warnungen

CDU-Agrarministerin Julia Klöckner bricht das Recht für große Chemiekonzerne. Sie lässt 18 neue Ackergifte zu – ohne die Zustimmung des Umweltbundesamtes. Der Alleingang bringt Glyphosat und andere Bienenkiller auf unsere Felder. Bald könnten es noch mehr werden – wenn wir Klöckner nicht schnell stoppen.
Klicken Sie hier und unterzeichnen Sie den Appell

„Was der Biene schadet, muss vom Markt“, versprach CDU-Agrarministerin Julia Klöckner vor einem Jahr. Jetzt bricht sie ihr Wort: Eine ihr unterstellte Behörde hat 18 neue Ackergifte zugelassen.[2] Darin stecken Glyphosat und Cyantraniliprol – tödliche Stoffe für Bienen. Klöckner schafft einfach Fakten. Ohne die benötigte Zustimmung des Umweltbundesamtes. Ganz klar ein Rechtsbruch.

So sabotiert die Union den Glyphosat-Ausstieg. Denn: Die Zulassung der Pestizide gilt zwar zunächst nur bis Jahresende. Aber danach kann die Verbraucherschutzbehörde sie einfach verlängern – ohne das Umweltbundesamt jemals wieder zu fragen. Geht diese dreiste Masche durch, könnte Klöckner etliche weitere Pestizide ungeprüft auf den Markt hieven.
Die Union greift gerne zum Rechtsbruch, wenn der Bienenschutz zu lästig wird – und er die Profite von Chemieriesen gefährdet. Klöckner macht es wie ihr Amtsvorgänger Christian Schmidt. Der CSU-Politiker stimmte 2017 im Alleingang für die Neuzulassung von Glyphosat auf EU-Ebene. Damit ignorierte er eiskalt das Veto der SPD.

Klöckner blockiert den Glyphosat-Ausstieg schon länger. Als Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) einen sinnvollen Plan zur Einschränkung des Gifts vorlegte, tat Klöckner – nichts. Statt die Pestizide auf unseren Feldern zu begrenzen, drückt sie Neuzulassungen gegen alle Widerstände durch.

Doch Klöckner könnte sich verrechnet haben. Die Bienen haben viele Freund*innen: Knapp 1,8 Millionen Menschen haben gerade erst das „Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ in Bayern unterzeichnet. Der Kampf für den Bienenschutz ist eine der größten Umweltbewegungen in Deutschland. Jetzt müssen wir diese Kraft nutzen – und sie Julia Klöckner entgegenstellen. Wir verlangen von ihr: Halten Sie Wort und nehmen Sie vom Markt, was der Biene schadet. Bitte machen Sie den Appell mit Ihrer Unterschrift stark!
Klicken Sie hier und unterzeichnen Sie den Appell

Herzliche Grüße
Lina Gross, Campaignerin

PS: In Klöckners Verbraucherschutzamt liegen schon neue Anträge: Hundert glyphosathaltige Mittel warten auf Wiederzulassung.[5] Handeln wir nicht, könnte Klöckner auch sie bald durchwinken – ohne Sicherheitsprüfung. Um das zu verhindern, brauchen wir Ihre Unterschrift!
Jetzt hier den Appell unterzeichnen

[1] „Was der Biene schadet, muss vom Markt“, Rede von Julia Klöckner vor dem Deutschen Bundestag, 20. April 2018
[2] „Klöckners Bienengift für die Regierung“, Taz, 7. März 2019
[3] „Umweltministerin hält Glyphosat-Zulassung für rechtswidrig“, Spiegel Online, 7. März 2019
[4] „Zulassung von Pflanzenschutzmitteln“, Umweltbundesamt, 28. Mai 2013
[5] „100 Pestizide sollen ungeprüft auf den Markt kommen“, Süddeutsche Zeitung, 13. Februar 2019
[6] „Umweltministerium legt Plan für Glyphosat-Ausstieg vor“, Spiegel Online, 6. November 2018



1. Ackergifte rechtswidrig zugelassen: http://www.umweltinstitut.org/aktuelle- ... ng_7270615

2. Zusätzlich zu den Spritzungen und Abdrift: Pestizidbelastete Atemluft: http://www.umweltinstitut.org/aktuelle- ... ng_7270615

3. Ab März 2019 groß angelegtes Projekt in ganz Deutschland: http://www.umweltinstitut.org/aktuelle- ... -luft.html



Hier der Link zu Unterschriftensammlung von Campact “Kein Rechtsbruch für Bienengift”

https://aktion.campact.de/bienengift/kl ... teilnehmen




Gruß Karsten Grotstück


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 Betreff des Beitrags: Re: Bienensterben - Ameisensterben?
BeitragVerfasst: 26. Mär. 2019, 16:06 
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Beiträge: 269
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Artenschutz ins Grundgesetz

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freund*innen der Ameisenschutzwarte

auch wenn manchmal ein Molch eine Autobahn behindert: im Großen und Ganzen sind immer noch in der Mehrzahl die Interessen der Wirtschaft vorrangig in der Abwägung gegen die Interessen der Mitlebewesen. Deshalb sollte der Artenschutz ins Grundgesetz mit aufgenommen werden: https://www.openpetition.de/petition/on ... en/adresse



Mit besten Grüßen, Karsten Grotstück


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 Betreff des Beitrags: Re: Bienensterben - Ameisensterben?
BeitragVerfasst: 10. Apr. 2019, 16:12 
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Beiträge: 269
Wohnort: 34123 Kassel
Endlich, endlich mal etwas politisch Erfreuliches, wenn auch auf Bayern begrenzt:

Artenschutz-Volksbegehren:

Bayern übernimmt Gesetzentwurf in vollem Umfang:bravo:

https://www.augsburger-allgemeine.de/ba ... 57631.html

https://www.bayerische-staatszeitung.de ... ehmen.html


So weit, so prima.

Jetzt kommt es noch auf die Feinjustierung an, denn wenn die Landwirte weiter als die “Bösen” dargestellt werden, haben sie verständlicherweise wenig Lust zum Mitmachen. Die Übernahme von”Blühpatenschaften”, die viele bayerische Landwirte in diesem Frühjahr angeboten haben, sind m. E. ein guter Weg, um Solidarität zu zeigen, bis sich alle Akteure neu sortiert haben.
Mit neuen Lebensräumen in der Agrarlandschaft, auch wenn sie erstmal “teuer erkauft” werden, könnte man das Insektensterben tatsächlich aufhalten.


Gruß Karsten Grotstück


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